Karriere 2030:

Wie Sie per Hirnscan Ihren Traumjob finden

Digitale Arbeitswelt

Wie wird die Arbeitswelt im Jahr 2030 aussehen?

Der Zukunftsforscher Thomas Frey hat eine Prognose aufgestellt, wie sich die Arbeitswelt in den kommenden 15 Jahren entwickeln und verändern wird. Er hat dabei gleich mehrere Revolutionen ausfindig gemacht, die heute zugegeben teils noch wie Science Fiction anmuten. Ein spannender Blick in die Kristallkugel.

1.       Bauarbeiter werden von Druckern ersetzt: Gebäude aus dem Portalroboter

Schon heute gibt es eine Möglichkeit, ein Gebäude einfach ‚auszudrucken‘. Color Crafting ist eine Erfindung eines US-amerikanischen Wissenschaftlers. Am Computer wird ein Gebäude entworfen. Die Dateien werden anschließend an einen sogenannten Portalroboter gesendet, der das Bauwerk Schicht für Schicht aus schnell härtendem Spezialbeton entstehen lässt. Sogar fertige Stahlgerüste könnten auf diese Weise gebaut werden.

2.       Konkurrenz belebt das Geschäft – und ersetzt es an einem Tag

Wer heute einen Job in einem sogenannten etablierten Unternehmen wie einer Bank oder einer Versicherung angeboten bekommt, köpft eine Champagnerflasche und freut sich über seinen sicheren Job. Aber: Schon morgen könnte ein Start-up mit einer innovativen Geschäftsidee dieses Unternehmen quasi ersetzen. Bessere Technologien ersetzen den Kundenservice. Für eine Kreditanfrage braucht heute kein Kunde mehr einen Termin beim Bankberater auszumachen. Das Internet weiß im Zweifel wesentlich mehr über die Solvenz des Kunden. Fazit: Gibt es morgen noch ‚sichere‘ Jobs?

3.       6 Mal ändern Menschen ihre Karrierepläne

Schon heute kann man kaum weiter als 1 bis 2 Jahre in die Zukunft seiner eigenen Karriere blicken. Laut den Prognosen von Frey werden wir im Jahr 2030 etwa 6 Mal im Leben unsere Karriere in eine andere Richtung lenken.

4.       Ständige Qualifizierung statt Studium

Das klassische Studium, für das man mehrere Jahre Zeit investieren muss, wird in vielen Branchen nicht mehr der Bildungsweg der Wahl sein. Zu schnelllebig ist die Welt dafür geworden. Um seine Karriere so flexibel wie möglich zu gestalten, kommt es darauf an, sich schnell fortzubilden und zu qualifizieren. In den USA sind in den vergangenen Jahren Programmierschulen entstanden, in denen technisch Versierte schneller eine spezifische Ausbildung bekommen. Frey sieht in der Zukunft sogenannte ‚Micro-Universitäten‘, in denen nicht mehr Breitenwissen vermittelt wird, sondern spezifisches Fachwissen.

5.       Gehirnscans als neue Berufsberater

Eine ebenso gewagte wie spannende These des Zukunftsforschers besagt, dass wir uns zukünftig mittels Gehirnscans für einen Beruf entscheiden. Statt der klassischen Berufsberatung und computergestützten Tests, um die eigene Eignung zu überprüfen, können via Scan-Verfahren Fähigkeiten und Defizite des Gehirns ermittelt werden. Auf diese Weise wäre es möglich, Defizite auszugleichen und mithilfe von Schulungen – und Micro-Universitäten – die eigenen Talente zu fördern.

 6.       Mega-Projekte der Zukunft

Jetzt wird es wie versprochen ein wenig spooky. Denn Frey sieht bereits in den nächsten 10 Jahren Mega-Projekte entstehen wie beispielsweise Brücken, die Kontinente miteinander verbinden oder Asteroiden-Bergbau.

Und was wird nun aus dem Bauarbeiter? Freys Zukunftsversion stützt sich eher auf Menschen mit Brille, die den ganzen Tag vor Computern mit 0-1-Zahlenkombinationen sitzen, programmieren und damit die Welt verändern. Was aus dem Bauarbeiter wird, spart der Forscher in seiner Zukunftsvision aus. Er spricht von einem ‚holprigen‘ Übergang, bis eben jedes Kind in der Schule das Programmieren lernt.

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